Eine tragfähige Unterscheidung im Blick auf künstlerische Praxisformen in Unternehmen ist die Zeit oder besser die Dauer der jeweiligen Intervention. Wie in der klassischen Unternehmensberatung sind es unterschiedliche Vorgehensweisen und Haltungsmodelle, die sich in der Dauer ablesen lassen. So ist der Workshop, der Vortrag oder die kurzfristige Intervention immer darauf angelegt eine Perspektive zu verschieben oder Wissen zu transferieren. Die Kürze impliziert eine Funktion, ein Ziel, ein abgrenzbares und evaluierbares Ergebnis. Bei einer längerfristigen Intervention fokussiert sich automatisch der Prozess – auch auf einer nichtsprachlichen Ebene. Vorgehensweisen, Differenzen, Produktionsformen zeigen sich im Tätigsein, in der Praxis. Vielleicht können gerade in diesem Zusammenhang – über die Dauer einer Intervention – die Charakteristika oder die Projektionen auf Kunst produktiv werden und einen grundsätzlichen Unterschied zum Consulting mit Kreativmethoden markieren.
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