Nach einem durchwachsenden Auftritt beim Eröffnungsredner Wettstreit des Kunsthasserstammtisches und einer sehr guten Lecture im Ballsaal des Thalia in der Gaussstrasse Hamburg, geht es nun nahtlos weiter:

Die erste Präsentation des nun fertiggestellen Tanzalphabets im Golem, Hamburg
Der Versuch die Sedimente des Handelns im Tanz zu betrachten – strukturiert und alphabetisch. Das klingt kompliziert, aber was man nicht versteht, muss man tanzen. Armin Chodzinski ist Künstler, Performer und Autor und immer wieder drehen sich seine Arbeiten um Begriffe: Von Arbeit und Befriedigung, über Gemeingüter oder Wachstum, bis Macht, Punk und Zweifel. Jedem Buchstaben des Alphabets hat er seit 2009 einen Begriff zugeordnet, dazu ein passendes Stück Musik ausgewählt, versucht das ganze tanzend zu verstehen und davon jeweils ein Video gemacht. Ein roter Vorhang, ein Anzug, eine Kamera. Da gibt es Karaoke-Videos, exstatischen Ausdruckstanz, Neuinterpretationen alter Lieder und Modellbau. Einige dieser Videos verwendet er in seinen LEcture-Shows oder kompiliert daraus Ausstellungsbeiträge.
Nun wird in einer Reihe von drei Veranstaltungen im GOLEM erstmals das vollständige Alphabet vorgestellt. In kurzen begleitenden Essays stellt Armin Chodzinski seine Video-Analyse in einen Kontext – manchmal kryptisch, manchmal konkret, manchmal hilflos, manchmal arrogant, um dann die zwischen 2 bis 6 min langen Video-Miniaturen zu zeigen. Eine Tour de Force durch die Alphabetisierungsversuche eines Universaldilettanten, der gerne Gin trinkt. Erster Termin: Sonntag 27. Januar, 20 Uhr